Häufige Fragen

Häufige Fragen

Der Austausch eines Handbremshebels an einem Anhänger gehört zu den häufigeren Wartungsarbeiten und lässt sich mit etwas technischem Verständnis selbst durchführen. Wichtig ist, den Anhänger vor Beginn der Arbeiten sicher abzustellen und gegen Wegrollen zu sichern.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Anhänger sichern
    Stellen Sie den Anhänger auf ebenem Untergrund ab und sichern Sie ihn mit Unterlegkeilen. Entlasten Sie die Deichsel vollständig.
  2. Alten Handbremshebel demontieren
    Lösen Sie den Splint oder Sicherungsbolzen, der den Bremshebel mit der Zugstange verbindet.
    Hängen Sie anschließend das Bremsseil aus und ziehen Sie den Hebel aus der Aufnahme der Auflaufeinrichtung.
  3. Neuen Handbremshebel montieren
    Setzen Sie den neuen Hebel in die vorgesehene Lagerung ein, hängen Sie das Bremsseil wieder ein und sichern Sie die Verbindung mit Splint oder Bolzen.
  4. Funktion prüfen
    Betätigen Sie den Hebel mehrfach. Die Bremse sollte gleichmäßig anziehen und sich wieder lösen. Falls nötig, stellen Sie die Bremsseilspannung oder das Gestänge nach.

Hinweis:

Je nach Hersteller (z. B. AL-KO, Knott oder BPW) können Aufbau und Befestigung leicht variieren. Beachten Sie deshalb stets die jeweilige Herstelleranleitung der Auflaufeinrichtung.

Der Austausch einer Kugelkupplung am Anhänger sollte sorgfältig durchgeführt werden, da sie die Verbindung zwischen Anhänger und Zugfahrzeug herstellt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Anhänger sichern
    • Stellen Sie den Anhänger auf ebenem Untergrund ab und sichern Sie ihn gegen Wegrollen.
    • Entlasten Sie die Deichsel, ggf. durch Aufbocken.
  1. Alte Kugelkupplung entfernen
    • Lösen Sie die Befestigungsschrauben oder Bolzen, die die Kugelkupplung an der Deichsel fixieren.
    • Heben Sie die Kugelkupplung ab.
    • Achten Sie auf die Positionierung von Unterlegscheiben oder Distanzstücken.
  1. Neue Kugelkupplung montieren
    • Setzen Sie die neue Kugelkupplung auf die Aufnahme der Deichsel.
    • Schrauben oder Bolzen festziehen, ggf. mit Drehmoment laut Herstellerangabe.
    • Unterlegscheiben oder Distanzstücke wieder korrekt einsetzen.
  1. Funktion prüfen
    • Kugelkupplung öffnen und schließen, um die Mechanik zu testen.
    • Anhänger auf Festigkeit prüfen, bevor er an ein Zugfahrzeug angekoppelt wird.

Hinweis:

Je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) können Befestigung und Mechanik leicht variieren. Beachten Sie deshalb stets die Herstelleranleitung der Kugelkupplung.

Die Schubstange ist ein wichtiges Bauteil der Auflaufeinrichtung und überträgt die Zug- und Bremskräfte. Ihr Wechsel sollte sorgfältig erfolgen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Anhänger sichern
    • Stellen Sie den Anhänger auf ebenem Untergrund ab und sichern Sie ihn gegen Wegrollen.
    • Entlasten Sie die Deichsel, ggf. durch Aufbocken.
  1. Alte Schubstange lösen
    • Lösen Sie alle Befestigungspunkte der Schubstange an der Auflaufeinrichtung.
    • Entfernen Sie gegebenenfalls Splinte oder Sicherungsbolzen.
    • Ziehen Sie die Schubstange vorsichtig aus der Lagerung.
  2. Neue Schubstange montieren
    • Setzen Sie die neue Schubstange in die vorgesehenen Aufnahmen ein.
    • Befestigen Sie sie mit Schrauben, Bolzen oder Splinten entsprechend der Herstellerangaben.
  3. Funktion prüfen
    • Prüfen Sie, ob die Auflaufeinrichtung die Bremskräfte korrekt überträgt.
    • Brems- und Zugmechanik mehrmals betätigen, um die korrekte Funktion sicherzustellen.

Hinweis:

Die genaue Montage kann je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Bitte beachten Sie immer die Herstelleranleitung der Auflaufeinrichtung.

Ein Stützrad dient der Stabilisierung und einfachen Manövrierbarkeit des Anhängers, insbesondere bei nicht angekuppeltem Zustand.

Befestigungspunkte:

  1. Deichselrohr/Deichselträger
    • Das Stützrad wird üblicherweise am Deichselrohr befestigt.
    • Dazu wird eine Halterung oder Klemme verwendet, die auf das Rohr aufgeschoben oder verschraubt wird.
  2. Stützradhalterung/Aufnahmeplatte
    • Viele Anhänger besitzen bereits werkseitige Aufnahmeplatten oder Halterungen an der Deichsel, speziell für Stützräder.
    • Hier wird das Stützrad mittels Bolzen, Schrauben oder Klemmsystem befestigt.
  3. Höhenverstellung beachten
    • Das Stützrad sollte so befestigt werden, dass es in der Höhe verstellbar ist, um den Anhänger waagerecht abstellen zu können.

Hinweis:

Die genaue Montage und Befestigungsart kann je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) oder Modell variieren. Bitte prüfen Sie Herstellerangaben oder Montageanleitungen, um die sichere Befestigung zu gewährleisten.

Die Auflaufeinrichtung ist ein mechanisches Bauteil, das regelmäßig geschmiert werden sollte, um reibungslos zu funktionieren und Verschleiß zu vermeiden.

Empfehlung:

  • Regelmäßigkeit:
    • Die Auflaufeinrichtung sollte mindestens einmal pro Jahr abgeschmiert werden.
    • Bei häufiger Nutzung oder unter schwierigen Witterungsbedingungen (Regen, Matsch, Salz) ist eine häufigere Schmierung sinnvoll, z. B. alle 6 Monate.
  • Schmierpunkte:
    • Lagerstellen
    • Gestänge und Hebel
    • Bremshebel und Schubstange
    • Kugelkupplung (Kontaktpunkte)
  • Verwendetes Schmiermittel:
    • Vom Hersteller empfohlenes Hochtemperatur- oder Lithiumfett.
    • Keine Ölarten verwenden, die Schmutz anziehen oder verflüchtigen.

Hinweis:

Die genauen Wartungsintervalle können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Prüfen Sie stets die Herstellerangaben in der Betriebsanleitung der Auflaufeinrichtung.

Die Kugelkupplung verbindet Anhänger und Zugfahrzeug und muss einwandfrei funktionieren, um Sicherheit und korrekte Bremswirkung zu gewährleisten.

Typische Anzeichen für Verschleiß oder Defekt:

  1. Spiel oder Lockerheit
    • Die Kupplung sitzt nicht fest auf der Anhängerkupplungskugel.
    • Es gibt einen ungewöhnlichen Spielraum beim Drehen oder Bewegen der Kupplung.
  2. Beschädigungen oder Risse
    • Sichtbare Risse, Verformungen oder Abnutzung an der Mechanik.
    • Rost, der die Funktion beeinträchtigt.
  3. Fehlerhafte Verriegelung
    • Die Kupplung lässt sich nicht korrekt schließen oder öffnen.
    • Der Verriegelungsmechanismus hakt oder rastet nicht ein.
  4. Ungewöhnliche Geräusche
    • Knacken, Schleifen oder quietschende Geräusche beim An- oder Abkuppeln.
  5. Die Verschleißanzeige steht im roten Bereich

Hinweis:

Bei einem dieser Anzeichen sollte die Kugelkupplung sofort ersetzt oder repariert werden, da sie die Sicherheit beim Fahren erheblich beeinflusst.

Die genauen Prüfmethoden können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Beachten Sie stets die Herstellerangaben und Wartungsanleitungen.

Die Schubstange überträgt die Zug- und Bremskräfte der Auflaufeinrichtung. Ein korrekt eingestelltes Lager ist entscheidend für funktionierende Bremswirkung und Sicherheit.

Richtwerte:

  • Spiel/Toleranz:
    Die Schubstange sollte minimal Spielraum im Lager haben – lediglich so viel, dass sie sich frei bewegen lässt, ohne zu klemmen.

    • Zu viel Spiel: kann zu verzögerter Bremswirkung und erhöhtem Verschleiß führen.
    • Zu wenig Spiel: kann das Gestänge blockieren und die Bremse dauerhaft anziehen.
  • Praktische Kontrolle:
    • Schubstange von Hand bewegen. Sie sollte leichtgängig sein.
    • Kein deutliches Rattern oder seitliches Wackeln.

Hinweis:

Exakte Werte für das zulässige Spiel können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Prüfen Sie die Herstellerangaben der Auflaufeinrichtung, um die korrekte Funktion sicherzustellen.

Der Faltenbalg einer Auflaufeinrichtung schützt die Mechanik vor Schmutz, Feuchtigkeit und Korrosion. Ein beschädigter Faltenbalg kann die Funktion der Bremse beeinträchtigen.

Typische Anzeichen für Schäden:

  1. Risse oder Löcher
    • Sichtbare Beschädigungen im Material, die das Eindringen von Schmutz oder Wasser erlauben.
  2. Ausgefranste oder poröse Stellen
    • Material ist spröde, brüchig oder löst sich an den Falten ab.
  3. Verformungen oder Verschiebung
    • Der Faltenbalg sitzt nicht mehr korrekt über der Mechanik oder ist verschoben.
  4. Schmutzanhaftungen oder Rost im Inneren
    • Wenn der Balg beschädigt ist, sammelt sich Schmutz oder Feuchtigkeit auf den Teilen der Auflaufeinrichtung.

Hinweis:

Ein beschädigter Faltenbalg sollte zeitnah ersetzt werden, um die Mechanik der Auflaufeinrichtung vor Verschleiß zu schützen. Die genaue Bauform kann je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) unterschiedlich sein.

Die Achse ist ein zentrales Bauteil des Anhängers, das Last, Stabilität und Fahrverhalten bestimmt. Ein beschädigtes Achsbauteil kann die Sicherheit erheblich beeinträchtigen.

Typische Anzeichen für Schäden:

  1. Ungewöhnliche Geräusche
    • Klappern, Schleifen oder Knacken während der Fahrt oder beim Abrollen des Anhängers.
  2. Spiel oder Lockerheit
    • Achse wackelt oder hat seitliches Spiel, das über die Toleranz der Lager hinausgeht.
  3. Beschädigungen oder Verformungen
    • Risse, Biegungen oder Rost an der Achse oder den Achsaufhängungen.
  4. Ungleichmäßige Reifenabnutzung
    • Reifen verschleißen unregelmäßig, was auf Achs- oder Lagerprobleme hinweisen kann.
  5. Flüssigkeitsverlust an Radlagern
    • Fettverlust oder ausgetretenes Lagerfett kann ein Hinweis auf beschädigte Lager in der Achse sein.

Hinweis:

Bei einem der genannten Anzeichen sollte die Achse umgehend überprüft oder ersetzt werden. Die genauen Prüf- und Toleranzwerte können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) unterschiedlich sein. Bitte Herstellerangaben und Wartungsanleitungen beachten.

Die Bremsen einer Achse müssen korrekt eingestellt sein, damit der Anhänger sicher bremst und keine Schäden an Mechanik oder Fahrzeug entstehen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Anhänger sichern
    • Auf ebenem Untergrund abstellen und gegen Wegrollen sichern.
    • Deichsel entlasten, ggf. Anhänger aufbocken.
  2. Bremse vorbereiten
    • Mechanik der Auflaufeinrichtung reinigen und ggf. alte Schmiermittel entfernen.
    • Prüfen, ob alle Gestänge, Hebel und Lager frei beweglich sind.
  3. Bremse einstellen
    • Je nach System:
      • Radbremsen mit Einstellschraube: Schraube so drehen, dass die Bremsbacken leicht an der Trommel oder Scheibe anliegen.
      • Bremsseile einstellen, dass diese mit Vorspannung anliegen.
      • Bremsgestänge einstellen: Drehen Sie so lange am Stammschloss, bis zwischen Umlenkhebel und Zugstange ca. 0,5-1 mm Spiel vorhanden ist.
      • Zugstangen-Längen einstellen: Gestänge der Bremsen so anpassen, dass die Bremskraft gleichmäßig auf beiden Seiten wirkt.
    • Nachstellen, bis die Bremse leicht anspricht, aber nicht dauerhaft blockiert.
  4. Funktion prüfen
    • Anhänger von Hand vor- und zurückrollen, Bremswirkung kontrollieren.
    • Bremshebel mehrfach betätigen, um sicherzustellen, dass die Bremse korrekt anzieht und löst.

Hinweis:

Die genauen Einstellvorgaben können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Bitte immer die Herstellerangaben in der Betriebsanleitung beachten.

Bremsbacken sind ein wichtiger Teil der Achse und sorgen für eine sichere Bremswirkung. Sie sollten bei Verschleiß rechtzeitig ersetzt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Anhänger sichern
    • Anhänger auf ebenem Untergrund abstellen und gegen Wegrollen sichern.
    • Deichsel entlasten, ggf. Anhänger aufbocken.
  • Räder entfernen
    • Radmuttern lösen und Rad abnehmen, um Zugang zu den Bremsen zu erhalten.
  • Alte Bremsbacken demontieren
    • Abdeckungen oder Schutzbleche entfernen (falls vorhanden).
    • Splinte oder Sicherungsbolzen lösen, die die Bremsbacken halten.
    • Bremsbacken vorsichtig herausziehen.
  • Neue Bremsbacken montieren
    • Neue Bremsbacken korrekt einsetzen.
    • Mit Splinten oder Bolzen sichern.
    • Prüfen, dass sich die Bremsbacken frei bewegen.
  • Funktion prüfen
    • Bremse mehrfach betätigen, bevor das Rad wieder montiert wird.
    • Rad montieren und auf festen Sitz prüfen.
    • Anhänger vorsichtig testen.

Hinweis:

Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) können unterschiedliche Befestigungen oder Maße haben. Immer Herstelleranleitung beachten.

Die Bremstrommel überträgt die Bremskraft auf die Bremsbacken. Ein rechtzeitiger Wechsel ist wichtig, um sichere Bremswirkung zu gewährleisten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Anhänger sichern
    • Auf ebenem Untergrund abstellen und gegen Wegrollen sichern.
      Deichsel entlasten, ggf. Anhänger aufbocken.
  2. Rad entfernen
    • Radmuttern lösen und Rad abnehmen, um Zugang zur Bremstrommel zu erhalten.
  3. Alte Bremstrommel demontieren
    • Splinte oder Sicherungsbolzen der Trommel lösen (falls vorhanden).
    • Trommel vorsichtig abziehen. Bei festsitzender Trommel ggf. leicht mit Gummihammer klopfen.
  4. Neue Bremstrommel montieren
    • Neue Trommel auf die Radnabe setzen.
    • Splinte oder Sicherungsbolzen wieder einsetzen.
    • Prüfen, dass die Trommel frei dreht, ohne zu schleifen.
  5. Funktion prüfen
    • Bremsbacken mehrfach betätigen.
    • Rad wieder montieren und festen Sitz prüfen.
    • Anhänger vorsichtig testen.

Hinweis:

Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) können unterschiedliche Trommeldurchmesser, Befestigungen oder Montagehinweise haben. Bitte immer Herstelleranleitung beachten.

Die Bremstrommel überträgt die Bremskraft auf die Bremsbacken. Ein Verschleiß kann die Bremswirkung stark beeinträchtigen.

Typische Anzeichen für Verschleiß:

  1. Ungewöhnliche Geräusche
    • Schleif- oder quietschende Geräusche beim Bremsen können auf abgenutzte Trommeln hinweisen.
  2. Riefen oder Kerben
    • Sichtbare Riefen, Einkerbungen oder ungleichmäßige Abnutzung auf der Innenfläche der Trommel.
  3. Vibrationen beim Bremsen
    • Spürbare Vibrationen oder Rucken während des Bremsvorgangs.
  4. Übermäßige Bremsweglänge
    • Bremsen reagieren später oder wirken schwächer als gewohnt.
  5. Dicke der Trommel prüfen
    • Hersteller geben Mindest-Innendurchmesser oder Dicke an. Unterschreitet die Trommel diesen Wert, ist ein Wechsel notwendig.

Hinweis:

Die genauen Grenzwerte für Verschleiß können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) unterschiedlich sein. Bitte immer Herstellerangaben und Wartungsanleitungen beachten.

Die Bremsseile übertragen die Bremskraft von der Auflaufeinrichtung auf die Bremsbacken. Sie sollten regelmäßig kontrolliert und bei Verschleiß sofort ersetzt werden.

Typische Anzeichen für einen notwendigen Wechsel:

  1. Rost oder Korrosion
    • Sichtbarer Rost auf dem Seil oder an den Endstücken.
  2. Ausfransen oder beschädigte Litzen
    • Litzen sind offen oder einzelne Drahtenden stehen ab.
  3. Risse oder Knicke
    • Deutliche Beschädigungen im Seil, die die Festigkeit beeinträchtigen.
  4. Schwergängigkeit
    • Seil lässt sich nur schwer bewegen oder ist durch Schmutz oder Rost blockiert.
  5. Ungleichmäßige Bremswirkung
    • Bremsen ziehen ungleichmäßig oder sprechen verzögert an.

Empfehlung:

  • Bremsseile sollten regelmäßig kontrolliert werden, besonders bei häufigem Gebrauch oder ungünstigen Wetterbedingungen.
  • Bei jeglichem Anzeichen von Verschleiß ist ein sofortiger Austausch Pflicht, um Sicherheit und volle Bremswirkung zu gewährleisten.

Hinweis:

Die genauen Spezifikationen (Seildurchmesser, Befestigung) können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Bitte die Herstellerangaben beachten.

Die Bremsklötze (Bremsbacken) übertragen die Bremskraft auf die Bremstrommel. Abgenutzte Bremsklötze können die Bremswirkung stark beeinträchtigen.

Typische Anzeichen für Verschleiß:

  1. Sichtbare Abnutzung
    • Die Reibfläche der Bremsklötze ist stark reduziert oder ungleichmäßig abgefahren.
  2. Ungewöhnliche Geräusche
    • Quietschen, Schleifen oder Kratzgeräusche beim Bremsen.
  3. Längere Bremswege
    • Bremsen sprechen verzögert an oder wirken schwächer als gewohnt.
  4. Risse oder Materialablösungen
    • Reibbelag ist beschädigt, brüchig oder löst sich von der Trägerplatte.
  5. Vibrationen beim Bremsen
    • Spürbare Rucke oder Vibrationen während des Bremsvorgangs können auf ungleichmäßig abgenutzte Bremsklötze hinweisen.
  1. Kontrollieren Sie den Belagverschleiß durch das Schauloch

Hinweis:

Die genauen Mindeststärken oder Grenzwerte können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) unterschiedlich sein. Bitte Herstellerangaben und Wartungsanleitungen beachten.

Der Wiedereinbau einer Bremse muss sorgfältig erfolgen, um sichere Bremswirkung und korrekte Funktion zu gewährleisten.

Wichtige Punkte beim Wiedereinbau:

  1. Sauberkeit
    • Alle Teile (Bremstrommel, Bremsbacken, Gestänge) vor dem Einbau reinigen.
    • Keine Fremdkörper, Schmutz oder alte Schmiermittel in der Mechanik belassen.
  2. Richtige Positionierung
    • Bremsbacken, Federn und Gestänge gemäß Herstelleranleitung korrekt einsetzen.
    • Sicherstellen, dass alle Teile frei beweglich sind und nicht verkanten.
  3. Befestigung prüfen
    • Splinte, Bolzen oder Schrauben korrekt einsetzen und sichern.
    • Festsitz aller Bauteile kontrollieren, bevor die Trommel oder das Rad montiert wird.
  4. Schmierpunkte beachten
    • Lager und Kontaktstellen gemäß Herstellerangaben leicht fetten.
    • Keine Schmierung auf Reibflächen der Bremsbacken.
  5. Funktionstest
    • Bremse mehrfach von Hand betätigen, bevor Rad montiert wird.
    • Rad auf festen Sitz prüfen und Anhänger vorsichtig testen.
  6. Herstellerangaben beachten
    • Drehmoment für Befestigungsschrauben und Einstellungen immer laut Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) einhalten

Hinweis:

Ein fehlerhafter Wiedereinbau kann die Bremswirkung stark beeinträchtigen und die Sicherheit gefährden. Prüfen Sie die Bremse nach Montage immer sorgfältig.

Nein, nicht jede Reifengröße passt auf jeden Anhänger. Die richtige Reifengröße ist entscheidend für Sicherheit, Stabilität und gesetzliche Vorschriften.

Wichtige Punkte:

  1. Herstellerangaben beachten
    • Jeder Anhänger hat in den technischen Daten oder in der Betriebsanleitung die zugelassenen Reifengrößen.
    • Nur Reifen verwenden, die für Tragfähigkeit und Achslast des Anhängers zugelassen sind.
  2. Gesetzliche Vorschriften
    • Reifen müssen die zulässige Achslast tragen können.
    • Größe und Belastungsklasse müssen den StVZO-Vorgaben entsprechen.
  3. Abmessungen und Freigängigkeit
    • Reifen müssen auf die Felge passen.
    • Radkasten, Federung und Bremse dürfen durch größere Reifen nicht blockiert werden.
  4. Empfehlung für Ersatz
    • Ersatzreifen immer mit identischer Größe und Tragfähigkeit wie die Originalbereifung wählen.
    • Herstellerangaben prüfen oder beim Händler Rücksprache halten.

Hinweis:

Die genauen zulässigen Reifengrößen hängen vom Anhängermodell und Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) ab. Herstellerangaben oder Typenschild immer beachten.

Die Auflaufeinrichtung überträgt die Bremskraft des Anhängers auf die Radbremsen. Eine korrekte Abstimmung ist entscheidend für sichere Bremswirkung, Stabilität und Verschleißreduzierung.

Gründe für die Abstimmung:

  1. Gleichmäßige Bremswirkung
    • Nur wenn Auflaufeinrichtung und Radbremsen korrekt aufeinander abgestimmt sind, wirken die Bremsen gleichmäßig auf alle Räder.
    • Ungleichmäßige Bremskraft kann Schleudern, Ruckeln oder blockierende Räder verursachen.
  2. Vermeidung von Überlastung
    • Eine zu starke oder zu schwache Einstellung der Auflaufeinrichtung kann die Radbremsen überlasten oder zu früh verschleißen.
  3. Sicherheitsanforderungen
    • Gesetzliche Vorschriften (z. B. StVZO) verlangen, dass Bremssysteme korrekt eingestellt und funktionstüchtig sind.
  4. Vermeidung von Schäden
    • Falsch abgestimmte Systeme führen zu unnötigem Verschleiß an Bremsbacken, Trommeln und Auflaufeinrichtung.

Hinweis:

Die genaue Abstimmung kann je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) variieren. Immer die Herstelleranleitung für Einstellung und Wartung beachten.

Die Radlager in der Bremstrommel sind entscheidend für die reibungslosen Drehbewegungen der Räder. Überhitzung kann schwere Schäden und Sicherheitsrisiken verursachen.

Folgen einer Überhitzung:

  1. Fettverlust und Schmiermangel
    • Überhitzung zerstört das Lagerfett, wodurch die Lager trocken laufen.
      Trockenlauf führt zu starkem Verschleiß und erhöhtem Widerstand beim Drehen.
  2. Lagerschäden
    • Kugeln oder Rollen können sich verformen oder abbrechen.
    • Lagerschalen können reißen oder aufplatzen.
  3. Radblockade oder Achsdefekt
    • Stark beschädigte Lager können die Radbewegung blockieren.
    • Im schlimmsten Fall kann es zu Achsen- oder Trommelbruch kommen.
  4. Fahrzeugsicherheit gefährdet
    • Überhitzte Lager reduzieren die Bremseffizienz und können zu Unfällen führen.

Hinweis:

Überhitzung entsteht häufig durch:

  • Falsches Nachstellen der Bremsen
  • Defekte oder fehlendes Schmiermittel
  • Überlastung des Anhängers

Regelmäßige Wartung und Kontrolle der Lager nach Herstellerangaben (AL-KO, Knott, BPW) schützt vor Schäden.

Kegelrollenlager kommen in Achsen von Anhängern und Radnaben zum Einsatz und sorgen für reibungslosen Lauf und korrekte Achsführung. Eine falsche Einstellung kann übermäßigen Verschleiß, Hitzeentwicklung oder Radblockaden verursachen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Anhänger sichern
    • Auf ebenem Untergrund abstellen, gegen Wegrollen sichern.
    • Rad abnehmen und ggf. Achse entlasten.
  2. Alte Lager prüfen und reinigen
    • Kegelrollenlager und Achszapfen gründlich reinigen.
    • Beschädigte Lager unbedingt ersetzen.
  3. Lager einsetzen
    • Innen- und Außenlager in die Nabe einsetzen.
    • Lagerfett gleichmäßig verteilen (hochwertiges Spezialfett für Anhängerlager verwenden).
  4. Lagerspiel einstellen
    • Achsmutter langsam anziehen, bis ein leichter Widerstand beim Drehen spürbar ist.
    • Rad sollte sich gleichmäßig und frei drehen, ohne Spiel oder blockieren.
    • Bei Kegelrollenlagern wird ein definiertes Axialspiel eingestellt, je nach Herstellerangaben.
  5. Sicherung
    • Achsmutter mit Sicherungsmutter oder Splint fixieren.
      Überstehenden Gewindeteil ggf. abdecken (Staubkappe).
  6. Funktionstest
    • Rad auf festen Sitz prüfen und mehrere Umdrehungen testen.
    • Keine Geräusche, kein Spiel, gleichmäßige Bewegung.

Hinweis:

Die genauen Lagerarten, Spielwerte und Anzugsmomente können je nach Hersteller (AL-KO, Knott, BPW) unterschiedlich sein. Immer die Herstellerangaben beachten.

Kontakt

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