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Gummifederachsen für Anhänger – ein Überblick

Bei der Gummifederachse handelt es sich um eine Art der Anhängerachse, die über eine integrierte Federung verfügt. Eingeführt Anfang der 1970er Jahre als Weiterentwicklung von Drehstabfederachsen, hat sie sich zu einer beliebten Achse für Anhänger, Wohnwagen und leichte Nutzfahrzeuge entwickelt. Mit einer Gummifeder-Anhängerachse sorgen Sie für ein angenehmes Fahrgefühl, selbst auf anspruchsvollen Strecken. Das Abfedern von Schlaglöchern und anderen Unebenheiten verringert außerdem den übermäßigen Verschleiß von Rahmen, Ladung und Reifen.

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie alles über den Aufbau, die Funktionsweise sowie die Vorteile von Gummifederachsen.

Aufbau von Gummifederachsen

Das Achsrohr und die Gummifederelemente

Die Grundstruktur einer Achse mit Gummifederung besteht aus einem stabilen Achsrohr aus Stahl, welches durch Achsauflageböcke fest mit dem Rahmen des Anhängers verbunden ist. Als äußeres Gehäuse der Achse hat es die Hauptfunktion, die inneren Elemente der Achse zu fixieren und vor Korrosion zu schützen. Zusätzlich befindet sich auf dem Achsrohr eine Kennzeichnung, auf der Angaben zum Achstyp, zur zulässigen Belastung und zur Herstellerkennzeichnung vermerkt sind.

Im Inneren des Achsrohres befinden sich mehrere Gummielemente, die eine wichtige Rolle im Federungsprozess spielen. Diese Gummifederelemente sind je nach Achsausführung unterschiedlich angeordnet und auf die vorgesehene Traglast abgestimmt.

Schwingarm

Ein Teil des Schwingarms ragt bis in das Achsrohr hinein und wird von den Gummielementen elastisch gestützt. Er besteht aus einem Vierkant- oder Dreikantrohr und ist mit dem außen sichtbaren Schwingarm verbunden. An diesem Schwingarm ist der Achsstummel angebracht, auf dem bei ungebremsten Achsen direkt die Radnabe sitzt. Bei gebremsten Achsen ist an dieser Stelle zusätzlich die Bremsankerplatte montiert, um die Radbremse zu befestigen. Die Räder sind also mit den Schwingarmen verbunden, wobei jede Seite der Achse über einen eigenen Schwingarm verfügt. Das ermöglicht einen höheren Fahrkomfort, da sich die Räder unabhängig voneinander bewegen können.

Wie funktioniert die Federung?

Damit Unebenheiten und Schlaglöcher der Fahrbahn gedämpft werden können, muss die Federungsfunktion der Gummiachse greifen. Dies geschieht dadurch, dass das Rad beim Fahren nach oben gedrückt wird und den jeweiligen Schwingarm bewegt. Diese Veränderung wirkt sich auf den inneren Teil des Schwingarms aus und sorgt für Druck auf den anliegenden Gummielementen. Das Achsrohr bleibt dabei starr, da es mit dem Rahmen verbunden ist, während sich nur das Innenprofil mit dem Schwingarm bewegt. Die dadurch erzeugte Verformung der Gummifedern sorgt dafür, dass entstehende Kräfte aufgenommen und gedämpft werden.

Vorteile der Gummifederachse

Mehr Fahrkomfort und Stabilität

Bei der Verformung der Gummifederachsen durch die Schwingarme bei Unebenheiten wird die Energie teilweise absorbiert. Dies verhindert, dass die Dämpfungen direkt auf den Anhänger oder seine Ladung wirken. Diese sogenannte Eigendämpfung sorgt für weniger schlagartige Bewegungen und der Anhänger und sein Inhalt bleiben stabil. Ein weiterer Vorteil der Achse ist die progressive Lastanpassung. Das bedeutet, dass sich die Gummifederungen umso mehr verformen, je höher die Kräfte auf die Gummifederungen wirken. Damit kann sich die Gummifederachse automatisch auf unterschiedliche Lasten einstellen und bietet sowohl bei leichter als auch bei schwerer Beladung ausreichend Komfort.

Geringere Kosten

Im Vergleich zu anderen Achsenarten wie Blatt- oder Drehstabfederachsen bestehen Achsen mit Gummifedern aus weniger Hauptkomponenten. Zudem sind keine externen Federn, Lager oder Stoßdämpfer notwendig. Die Achsrohre, Schwingarme sowie Gummielemente können standardmäßig und in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die Kombination aus geringem Gewicht und standardisierten Herstellungsprozessen sorgt für die niedrigeren Kosten von Gummifederachsen.

Wenig Wartungsaufwand

Die Gummifederachse besitzt keine außenliegenden Federn oder Stoßdämpfer, stattdessen befinden sich alle wichtigen Komponenten im Inneren der Achse. Diese kompakte Konstruktion ist durch das feuerverzinkte Achsrohr außerdem besonders gut gegen Schmutz oder Rost geschützt. Gummiachsen verfügen zudem nicht über Lagerungen aus Metall zwischen Achsrohr und Schwingarm, die regelmäßig gewartet und kontrolliert werden müssen. Zudem ist der Verschleiß der integrierten Gummielemente langsamer. Sollten dennoch Beschädigungen des Achsrohres und Schwingarme auftreten oder Risse der Gummielemente festgestellt werden, lohnt sich ein kompletter Austausch der Achse oder das Ersetzen einzelner Teile.

Vergleich mit anderen Achsentypen

Anhänger und Nutzfahrzeuge können mit unterschiedlichen Achssystemen ausgestattet sein, die jeweils eigene Vor- und Nachteile besitzen. Die modernste Form ist die Gummifederachse, jedoch existieren auch ältere Achsentypen wie Drehstab- und Federachsen, die für ihre Robustheit und hohe Tragfähigkeit bekannt sind.

Drehstabfederachse

Die Drehstabachse federt, anders als die Achse mit Gummifederung, nicht progressiv, sondern linear. Dies liegt daran, dass sich in der Mitte der Achse ein Drehstab aus Metall befindet. Die Verdrehung dieses Torsionsstabes ist proportional zur aufgebrachten Kraft. Dies macht die Drehstabfederachse besonders robust und langlebig, sorgt jedoch für weniger Fahrkomfort bei leichter Ladung. Um eine lange Lebensdauer der Achse zu gewährleisten, sind regelmäßiges Schmieren und Überprüfen der Teile wichtig. Sie ist besonders gut geeignet für schwere Fahrzeuge wie Wohnwagen oder Transporter.

Blattfedersysteme

Eine der ältesten Technologien zur Federung sind Blattfedern als Teil von starren Achsen. Sie bestehen aus mehreren übereinandergelegten Metallblättern, die mit dem Fahrzeugrahmen verbunden sind. Die Metallfedern nehmen Dämpfungen bei Unebenheiten auf und sorgen so für eine gleichmäßige Fahrweise des Anhängers. Sie sind eine kostengünstige Lösung und halten auch den Belastungen sehr schwerer Fahrzeuge wie Lkws, Transportern oder großen Anhängern stand.

Tipps für den Kauf Ihrer gummigefederten Achse

Achten Sie beim Kauf Ihrer Gummifederachse darauf, dass sie für das maximale Gewicht Ihres Anhängers geeignet ist. Zudem sollten alle Maße der Komponente passen, um eine optimale Montage zu gewährleisten. Damit Ihr Ersatzteil auch wirklich langlebig eingesetzt werden kann, sind hochwertige Materialien wichtig. Billige Achsen können schneller verschleißen oder zu einem ungleichmäßigen Fahrstil führen. Setzen Sie daher auf renommierte und zertifizierte Achsen-Hersteller wie Peitz oder AL-KO.

Hochwertige Gummifederachsen bei Tegeder kaufen!

Gummifederachsen sind eine bewährte Federlösung für Ihren Anhänger, die mit vergleichsweise geringen Herstellerkosten einen hohen Fahrkomfort bieten. Profitieren Sie jetzt von den Vorteilen dieser Achsenart und finden Sie das passende Modell bei Tegeder Teile. Unsere Anhänger-Ersatzteile stammen direkt von deutschen Herstellern. Dabei beziehen wir unsere Markenware ausschließlich aus europäischer Produktion. Zu unseren Partnern gehören bekannte Marken wie AL-KO, Peitz, BPW, Westfalia, Grümer, Hahn und Knott, die für Qualität zu fairen Preisen stehen.

Falls Sie unsicher sind, welche Achse oder welches Ersatzteil für Ihren Anhänger passend ist, kontaktieren Sie uns einfach telefonisch. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, die richtige Lösung zu finden!

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